Besuch des Bundesgesundheitsminister Hermann Gröhe im Geburtshaus Charlottenburg

Am 6.10.2014 hat uns Bundesgesundheitsminister Gröhe im Geburtshaus Charlottenburg besucht. Wir hatten ihn eingeladen, um ihm einen Einblick in unsere Arbeit, die außerklinische Geburtshilfe zu geben und uns zu bedanken für die bisherigen Maßnahmen zur Unterstützung der Hebammenarbeit. Gleichzeitig mussten wir aufmerksam machen auf die nach wie vor kritische Perspektive: immer noch gibt es keine Haftpflichtversicherung für  freiberuflich tätige Hebammen ab Juli 2016, das berufliche Aus droht nach wie vor – damit sind Betreuung und Begleitung von knapp 1/4tel aller Geburten in Deutschland gefährdet.

Ankunft

Eigentlich darf man vor dem Geburtshaus in der Busspur nicht parken, heute standen trotzdem viele Autos da, so dass Herr Gröhe einen kleinen Fußmarsch einlegen musste.

Es ist nicht egal

Vorbei an dem Banner: „Es ist nicht egal, wie wir geboren werden…“.

Alle begrüßen

Es haben wirklich alle einen freundlichen Handschlag bekommen.

Schön geschmückt

Fast 45 Minuten, über die geplante Zeit hinaus, lief das sehr intensive und informative Hintergrundgespräch ohne Presse.

Hintergrundgespräch

Die wichtigsten Informationen zu Geburten im Geburtshaus, der Qualität und Sicherheit in der außerklinischen Geburtshilfe und dem drückenden Hebammenmangel konnten wir in Ruhe besprechen und diskutieren.

Hintergrundgespräch

Einige Informationen waren durchaus neu für den
Minister – bei Geburten stellt jeder schnell die eigenen Erfahrungen in den Raum und das war gut für die Diskussion darüber, was sich in den letzten Jahrzehnten verändert hat in der Geburtshilfe.

Rundgang mit Presse

Beim anschließenden Rundgang durch das Haus war die ganze Presse dabei.

Hermann Gröhe und Christine Schuppe im Gespräch

Neben vielen Einblicken in ein Geburtshaus gab es immer wieder Nachfragen und Erklärungen, wie alles ganz konkret abläuft bei einer Geburt hier im Haus.

Hermann Gröhe und Christine Bruhn

Im Anschluss an den Rundgang wurde es grundsätzlich. Unser Dank und die vorbereitete Pressemappe wurden überreicht und Minister Gröhe würdigte in seinem Abschlussstatement nicht nur die Sicherheit und Qualität der außerklinischen Geburtshilfe am Beispiel unseres Geburtshauses, sondern betonte einmal mehr die Wahlfreiheit des Geburtsortes als demokratisches Gut. Dies alles, zusammen mit der so wichtigen Ankündigung der Regressdeckelung, die noch in diesem Jahr in die Gesetzgebung einläuft, wird hoffentlich eine Umorientierung in Gang setzen und den Abgang weitere Hebammen aus der Geburtshilfe stoppen.

Statements vor der Presse

Die Geschäftsführerin und der Minister standen zum Schluss
beide vor den Pressevertretern, um Fragen zu beantworten.

Bundesgesundheitsminister und Presse

Radio, Fernsehen, Printmedien….es waren alle da!
Wir haben einen sehr aufgeschlossenen, wertschätzenden und
vertrauenswürdigen Gesundheitsminister kennengelernt und
sind froh darüber, dass wir, gut vernetzt mit allen unseren
Mitstreiter/innen, einen so gelungenen gemeinsamen Auftritt hatten.

Berichte über das Geburtshaus Charlottenburg

Wir bekommen regelmäßig Anfragen der Presse, Printmedien, Film, Radio, die wir natürlich gerne beantworten.

Aktuelle Veröffentlichungen finden Sie hier:

Hebamme Vanessa gibt Einblicke in die Arbeit und aktuelle Haftpflichtsituation (Film)

http://wp.arte.tv/yourope-de/?p=11732

Geburtshäuser in Frankreich

Sein Baby außerklinisch, in einem Geburtshaus zur Welt zu bringen, ist auch in anderen Ländern eine Altwernative zur Klinikgeburt.

Am 27.11. 2012 war Sébastian Vannier bei uns, um sich das Geburtshaus anzuschauen und eine Reportage für eine große Tageszeitung  (Quest-France) vorzubereiten.

In Frankreich wird an mehreren Stellen das Konzept "Geburtshaus" getestet - wir sind gespannt auf die Entwicklung und hoffen, dass die Informationen aus Deutschland darüber, wie eine außerklinische Geburtshilfe hier gut funktioniert, helfen und eine gute Anregung sind.